Knoydart Trail Tag 2

Reisebericht: Knoydart Trail 2015 Teil 1

Schottland hat uns wieder!

Nachdem wir uns 2010 begeistert von Schottland getrennt hatten und zwischenzeitlich in Schweden und auf Korsika unser Unwesen trieben, mussten wir einfach zurück. Das sanfte Plätschern der Bäche schrie unseren Namen und wir haben den Weg 2010 dank einiger Routenprobleme nie beendet. Diese Routenprobleme brachten uns zwar in ein wunderbares Anwesen nach Arnisdale, blieb uns aber leider auch noch einen schönen Teil der Strecke schuldig. Gesagt, getan, gedacht, gebucht, es wurde wieder Zeit für Schottland, um genau zu sein für den …

Knoydart Trail!

Wie jeder weiß steht vor dem Weg die Planung und vor dem ersten Schritt in Wanderschuhen, relativ viele Schritte in Joggingschuhen. Als Empfehlung für den Weg solltet ihr, auch wenn es eine andere Belastung ist, schon eure 5 km joggen können. Falls zwischen Uni oder Arbeit noch Zeit ist, wären ein paar Wanderausflüge in lokale Gebiete (Eifel, Siebengebirge) sicherlich ebenfalls ratsam. Nicht nur körperlich, auch mental wird der Weg einiges von euch abverlangen. Hier ist eine gute Gruppenchemie essenziell, jeder hat mal einen schlechten Tag oder ein paar schlechte Kilometer. In diesen Momenten helfen gute Gruppenmitglieder, die einen weitergehen lassen oder mit einfachen Sätzen oder Gestern motiveren, ungemein. Je nach Wetterlage schwankt die mentale wie körperliche Belastung natürlich (zwischen „paha!“ und Hölle). Wir hatten laut Taxifahrer den regenreichsten Monat des Jahres (August) erwischt, was wir erst nicht glauben wollten, dann aber spätestens beim ersten Hagel in den Highlands spüren durften.

Packliste Knoydart

Zur Vorbereitung auf den Knoydart Trail habe ich mir diesmal eine Excel Liste mit Gewichten meiner Ausrüstung sowie kcal Angaben und Gewicht der Nahrungsmittel zusammengestellt. Mein Rucksack (Osprey Exos 58) war mit knapp 15 kg jedenfalls gut bedient. Hatten wir bei der letzten Tour noch einen ganzen Haufen an Ordnance Survey Karten dabei, so haben wir uns das Leben diesmal etwas erleichtert und uns den Weg samt GPS Markierungen über gpsies ausgedruckt und laminiert.

Leider sind wir etwas blauäugig an die Sache rangegangen und haben uns vorgegaukelt, dass wir den Weg schon wiedererkennen würden. An fast derselben Stelle, an der wir uns vor 6 Jahren verlaufen haben, hätten wir uns beinahe wieder verlaufen. Falls man nämlich mal vom Weg abkommen sollte, ist es schon extrem hilfreich auch den restlichen Teil der Landschaft als Karte im Gepäck zu haben, zumindest für die „kritischen Stellen“.

Der erste Tag – von Weeze nach Fort William

Der Knoydart Trail beginnt leider nicht vor unserer Haustüre und so mussten wir erstmal von Düsseldorf und Bonn aus zum großen „Airport Weeze“. Je nach Abflugszeit gestalten sich hier Abflug und Ankunft immer etwas schwierig. Falls man parken möchte, bezahlt man für eine Standdauer von 10 Tagen aber auch nur 53 €, es ist also alles machbar. Nach einem kurzen Abschieds- oder Vorherfoto ging es auch schon los. Zwei Jungs in ihrem Element. (Anm. d. Redaktion: Irgendetwas stimmt mit den Proportionen meines T-Shirts nicht. Vielleicht freute sich das „Up a mountain, down a beer“ Shirt aus dem Old Forge aber auch einfach nur, nach Hause zu kommen.

Vor dem Knoydart Trail

Die Ankunft

Entspannung. Wir wollten den Knoydart Trail diesmal etwas entspannter angehen. 2010 trieb uns der Zeitdruck doch schon sehr über den Weg und ließ uns kaum zeit zum Verweilen. Deswegen haben wir uns vorab auch erstmal einen schönen Outdoorladen in Glasgow ausgeguckt. Die TISO Outdoor Experience Glasgow lud uns zum schlendern, stärken und auf eine Notfallgaskartusche ein, das Wetter war herrlich, sollte aber leider keine zuverlässige Vorschau für die nächsten 10 Tage sein.

Das war es erstmal mit Teil 1, im zweiten Teil des Reiseberichtes zum Knoydart Trail findet ihr dann die ersten Kilometer, die erste Bothy-Übernachtung (Mäuse und Kamin inkl.) gepaart mit pathosbeladenen Worten und Bildern.

Und jetzt raus mit euch!

 

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